# Skill: Aus rohem Gerede ein sauberes Gesprächsprotokoll

> **Was das hier ist:** Ein fertiges Rezept. Leg diese Datei in deinen Ordner unter `skills/`.
> Ab dann reicht: *„mach mir eine Gesprächsnotiz nach skills/skill-gespraechsnotiz.md"* — und der Rest passiert.
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> Du kannst alles daran ändern. Es ist deine Datei.

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## Wann du das benutzt

Direkt nach einem Telefonat oder Termin, solange es frisch ist. Du erzählst einfach — ungeordnet, mit Ähs, in beliebiger Reihenfolge. Das Rezept macht daraus etwas, das du in einer Woche noch verstehst und das du jemandem weiterreichen kannst.

**Der Trick:** Nicht tippen. Erzählen. Zwei Minuten frei sprechen liefert mehr Substanz als zehn Minuten Formular ausfüllen — und du machst es dann auch wirklich.

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## Anweisung an den Mitarbeiter

Wenn ich dich nach diesem Rezept um eine Gesprächsnotiz bitte:

**1. Nimm meinen rohen Input, wie er ist.** Ungeordnet, mit Wiederholungen, mit Nebensätzen. Sortier du das — frag nicht nach, ob ich es strukturierter liefern kann.

**2. Bau daraus genau diese Struktur:**

```
# [Firma / Person] — [Datum]

**Gesprochen mit:** [Name, Funktion — wenn unklar: [?]]
**Kanal:** [Telefon / vor Ort / Video]
**Dauer:** [ungefähr]

## Worum es ging
[2–4 Sätze. Was war der Anlass, was war das Thema.]

## Was ich gehört habe
- [Aussagen der anderen Seite. Wörtliche Zitate in Anführungszeichen,
  wenn ich sie so gesagt habe — die sind später Gold wert.]

## Das Problem in seinen Worten
> [Wenn die Person ihr Problem selbst benannt hat: hier wörtlich rein.
>  Wenn nicht: „nicht benannt" schreiben — nicht erfinden.]

## Was ich zugesagt habe
- [Alles, was ich versprochen habe. Auch Kleinigkeiten.]

## Nächster Schritt
- [ ] [Was — bis wann — wer]

## Offen / unklar
- [Was ich nicht weiß, was ich vergessen habe zu fragen]
```

**3. Halte diese Regeln ein:**

- **Erfinde nichts.** Wenn ich einen Namen genuschelt habe oder eine Zahl unklar war: `[?]` schreiben und mich fragen. Eine erfundene Zahl in meinen Notizen ist schlimmer als eine Lücke — auf die Lücke reagiere ich, auf die erfundene Zahl nicht.
- **Trenne, was gesagt wurde, von dem, was ich vermute.** Wenn ich sage „der klang genervt", ist das meine Einschätzung, keine Tatsache. Kennzeichne so etwas als Einschätzung.
- **Das wörtliche Zitat ist das Wertvollste.** Wenn die andere Person ihr Problem selbst in Worte gefasst hat, ändere diesen Satz nicht — auch nicht, wenn er grammatikalisch schief ist. Genau so ist er brauchbar.
- **Keine Interpretation, kein Verkaufs-Spin.** Du protokollierst, du bewertest nicht. Ob das ein guter Kandidat war, entscheide ich.

**4. Speicher es** als `notizen/YYYY-MM-DD-[firma].md` — oder, wenn es zu einem laufenden Vorhaben gehört, in dessen Projektordner.

**5. Frag danach genau eine Sache:** ob etwas fehlt. Nicht mehr. Ich will nach dem Gespräch weiterarbeiten, nicht ein Formular ausfüllen.

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## Datenschutz — bitte beachten

- 🟢 Meine eigenen Beobachtungen und Notizen zum Gesprächsverlauf: unproblematisch.
- 🟡 Namen und Funktionen von Ansprechpartnern: sparsam, nur was ich beruflich brauche.
- 🔴 Private Details über Personen, Gesundheitliches, Familiäres — auch wenn es im Gespräch fiel: **nicht aufschreiben.** Das gehört nicht in eine Datei.

Wenn dir in meinem Input etwas Rotes auffällt: lass es weg und sag mir kurz, dass du es weggelassen hast.

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## Erweiterungen, wenn du magst

- **Nachfass-Entwurf gleich mit:** „…und schreib mir gleich einen kurzen Nachfass-Text dazu."
- **Wiedervorlage:** „…und leg mir eine Erinnerung in `aufgaben/` an, falls ich bis [Datum] nichts gehört habe."
- **Wochenrückblick:** Wenn genug Notizen zusammenkommen: *„lies alle Notizen der letzten Woche — was fällt dir auf? Wo hakt es immer an derselben Stelle?"* Das ist die Mission, bei der es richtig interessant wird.
