Nicht wegen des KI-Hypes, der gerade durch jede Timeline rauscht. Sondern wegen dem, woraus deine Wochen tatsächlich bestehen: Gespräche, die in eine Notiz müssen. Angebote, Nachfass-Mails, Übergaben. Recherche vor dem Termin, Wiedervorlagen danach. Und dazwischen die eigentliche Arbeit — Menschen erreichen, Vertrauen aufbauen, Abschlüsse machen. Der Papierkram ist notwendig. Aber er muss nicht so viel von deiner Energie fressen.
📞 Deine Arbeitsunterlagen
Wichtig: Du brauchst diesen Lernpfad nicht, um anzufangen. Die Unterlagen hier funktionieren für sich. Wenn du morgen früh telefonieren willst, lade sie runter und leg los — der Lernpfad läuft in deinem Tempo nebenher.
Das ist einfach eine Textdatei — nichts Kompliziertes, kein Programm nötig. Das md steht für Markdown: eine Schreibweise, bei der Sternchen und Rauten für Fettdruck und Überschriften sorgen. Du kannst sie mit jedem Texteditor öffnen.
Warum nicht einfach Word? Weil deine KI Textdateien direkt lesen kann, ohne Umwege. Wenn die Anrufliste als
.md in deinem Ordner liegt, kannst du sagen: „Lies anrufliste.md — ich
habe gerade mit Betrieb X telefoniert, hier ist was rauskam" — und bekommst eine saubere Notiz
zurück. Genau darum geht es in den Missionen weiter unten.Wenn dir das jetzt noch nichts sagt: völlig in Ordnung. Nimm erst mal das PDF und fang an zu telefonieren. Der Rest ergibt sich, sobald du bei Mission 0 dein Setup eingerichtet hast.
Warum das Ganze?
Stunden zurückholen
Die wiederkehrende Schreib- und Sortierarbeit — Notizen, Listen, Entwürfe, Zusammenfassungen — schrumpft von Stunden auf Minuten. Ab der ersten Woche, nicht irgendwann.
Einen Denkpartner haben
Nicht nur schneller tippen — besser denken. Ein Sparringspartner, der deine Projekte kennt, kluge Rückfragen stellt und nie genervt ist, wenn du „warte, noch ein Gedanke" sagst.
Herr im eigenen System sein
Kein Abo-Dschungel, keine Plattform, in die man sich einarbeiten muss und die dann doch nicht passt. Ein Ordner mit Textdateien, der dir gehört — und nur dahin wächst, wo er dir wirklich nützt.
Selbst bauen statt beauftragen
Eine Checklisten-Webseite, ein kleines Werkzeug, dein eigener Ablauf — wofür früher ein Entwickler nötig war, wird ein Nachmittag. Du wirst Dinge bauen, die du dir heute nicht vorstellen kannst.
Kurz gesagt: Es geht nicht um Technik. Es geht darum, wie sich dein Büroalltag in drei Monaten anfühlt — ruhigere Montage, schnellere Nachbereitung, und das gute Gefühl, das Thema KI nicht nur vom Hörensagen zu kennen, sondern es im Griff zu haben.
Was ist ein „KI-Betriebssystem" (AI-OS)?
Du kennst ChatGPT & Co.: Man tippt eine Frage, bekommt eine Antwort. Praktisch — aber jedes Gespräch fängt bei null an. Die KI weiß nicht, wer du bist, welche Projekte laufen, wie du formulierst. Also erklärst du es. Jedes. Einzelne. Mal. Und die Ergebnisse? Durchaus brauchbar — aber sie bleiben verstreut in alten Chatverläufen hängen, statt dort zu landen, wo deine Arbeit wohnt: in deiner eigenen Ablage, wiederauffindbar und weiterverwendbar.
Ein KI-Betriebssystem dreht das um. Statt dass du die KI im Browser besuchst, zieht die KI bei dir ein — in einen einzigen Ordner auf deinem Rechner. Darin liegt ein kurzes Briefing über dich (wer du bist, wie du arbeitest, worauf es dir ankommt) plus deine Notizen und Projekte. Die KI liest das alles, bevor sie loslegt. Und alles, was sie erarbeitet, landet wieder im Ordner — als Dateien, die dir bleiben.
Context Engineering — so heißt dieser Ansatz in der Fachwelt. Die Erkenntnis dahinter: Das Modell ist bei allen gleich — den Unterschied macht, was es über dich weiß. Briefing, Notizen, Projekte, Rezepte: jede Datei macht die nächste schlauer. Ein Tool kauft man. Ein Kontextsystem baut man — und es gehört dir. Und es verzinst sich: Mit jeder Interaktion wächst der Kontext — ein Schwungrad, das jeden Tag ein bisschen mehr Kraft hat.
Das Ergebnis fühlt sich weniger an wie ein Werkzeug und mehr wie ein Mitarbeiter, der die Akte tatsächlich gelesen hat. Du sagst „mach mir aus den Notizen von heute eine Aufgabenliste" — und er weiß, welcher Termin gemeint war, welches Projekt dranhängt und dass du Listen gern kurz hast.
Das ist die ganze Idee. Kein Plattform-Projekt, kein Einführungs-Workshop, keine Schulungswoche. Ein Ordner, ein Briefing, und eine KI, die beides liest.
Dieser eine Ordner ist dein Kontextsystem — im Fachjargon ein „Repository" (kurz Repo, siehe Mini-Glossar). Klingt technisch, ist aber nur ein Ordner mit Dateien, der dir gehört. Und genau deshalb kannst du ihn kopieren, umziehen, mehrere anlegen oder jederzeit neu aufsetzen — kein Anbieter, kein Einsperren.
Zwei Dinge, die den Unterschied machen: Es gehört dir, unabhängig vom KI-Modell. Deine Dateien sind einfacher Text — dasselbe Wissen könntest du jeder KI geben. Ein Tool tauschst du; dein Kontextsystem bleibt deins. (Für den Aufbau hier nutzen wir Claude — damit läuft der Einstieg am rundesten.) Und du bist nie eingesperrt: Den Ordner, den du gleich im Setup anlegst, kannst du ganz entspannt als Übungs-Ordner nutzen. Bist du sattelfest, machst du ihn zu deinem Arbeits-System — oder setzt ein sauberes neues auf und nimmst die guten Teile einfach mit. Deine Dateien wandern mit. Sie gehören dir.
| Chatbot im Browser | Dein KI-Arbeitsplatz | |
|---|---|---|
| Kennt dich? | Fängt jedes Mal bei null an | Liest zuerst dein Briefing — in jeder Sitzung |
| Dein Kontext | Nur, was du reinkopierst | Deine Notizen & Projekte liegen direkt im Ordner |
| Die Ergebnisse | Verstreut in alten Chatverläufen | Als Dateien gespeichert — bleiben und lassen sich wiederverwenden |
| Wird es besser? | Nein — ewig dasselbe Gespräch | Ja — jede Briefing-Ergänzung macht es schlauer |
| Wem gehört es? | Der Plattform | Dir. Einfache Textdateien auf deinem Rechner |
Du startest mit drei Dingen
Zwei kostenlose Programme und eine Textdatei — mehr ist der Start-„Technik-Stack" nicht. Die einzige laufende Ausgabe ist die KI selbst: das Claude-Abo (ab ~15 €/Monat). Keine Einrichtungsgebühr, keine Lizenz pro Nutzer, kein Lock-in. Der Rest kommt später, und nur wenn du ihn willst.
Der Schreibtisch
Ein kostenloses Programm, das einen Ordner und seine Dateien anzeigt — wie ein aufgeräumter Schreibtisch, auf dem alles Aktuelle auf einen Blick liegt.
Der Mitarbeiter
Eine KI, die in diesem Ordner arbeitet. Du redest ganz normal mit ihr — auf Deutsch. Sie liest deine Dateien, schreibt neue und fragt nach, wenn sie unsicher ist.
Das Briefing
Zwei kurze Textdateien, die dem Mitarbeiter sagen, wer du bist, wie du arbeitest und was dir wichtig ist. Er liest sie zu Beginn jeder Sitzung — du erklärst dich nie zweimal.
Mehr brauchst du zum Loslegen nicht. Im Pfad wächst dein System dann wie von selbst mit — Ordner für Notizen, Aufgaben, Vorlagen und deine ersten Skills: aufgeschriebene Rezepte, die der Mitarbeiter wiederverwendet („so schreiben wir Nachfass-Mails", „so bauen wir Checklisten"). Wie aus einem funktionierenden Handgriff ein solcher Skill wird, zeigen wir dir direkt in den Missionen — achte auf das 🧠. Zwei größere Bausteine kommen erst danach — als nächste Ausbaustufe:
Die Spezialisten
Zusätzliche Kollegen für Aufträge, die ein einzelner Chat nicht stemmt: ein Rechercheur, der zwanzig Firmen parallel durchleuchtet und nur das Destillat liefert. Ein Angebots-Prüfer, der jeden Entwurf gegen Preisliste und Alt-Projekte hält. Ein Vier-Augen-Prüfer, der die Arbeit des Haupt-Mitarbeiters gegenprüft, bevor sie zu dir kommt.
Die Anschlüsse
Der Mitarbeiter kann sich mit anderen Systemen verbinden — Mail, Kalender, Ablage — und wiederkehrende Abläufe können nach Plan laufen. Hier wächst der persönliche KI-Arbeitsplatz in echte Automatisierung.
So sieht deine allererste Sitzung aus (Beispiel)
So sieht dein Cockpit später aus. (Auf dem Handy: seitlich scrollen.)
START-HIER.md
CLAUDE.md ✦ neu
me.md ✦ neu
▾ marke/ ✦
marken-kit.md [?]
▸ notizen/ ✦
▸ aufgaben/ ✦
▸ projekte/ ✦
▸ vorlagen/ ✦
▸ skills/ ✦
— nach 3 Monaten wachsen
hier Projekte, Skills und
Vorlagen hinein —
Entsteht gerade aus dem Interview →
## Wie wir arbeiten
- Antworten kurz, auf Deutsch
- Leg dich fest — ich korrigiere
- Unsicheres mit [?] markieren, nie raten
## Hausregeln
- Ampel: 🟢 eigene Notizen · 🟡 Firmen-intern
erst abstimmen · 🔴 Kunden-/Vertragsdaten nie
- Du versendest nie etwas
- Nie löschen ohne Okay
## Größter Zeitfresser
- Gesprächsnotizen, Nachfassen, Recherche ← aus Frage 3
Du: Lies START-HIER.md und lass uns mein KI-Betriebssystem aufbauen.
Claude: Gern! Erste Frage: Wie würdest du deine Rolle in deinem Unternehmen beschreiben?
Du: Vertrieb — ich rufe Betriebe an, führe Erstgespräche und übergebe die guten weiter.
Claude: Notiert. Welche wiederkehrenden Aufgaben kosten dich am meisten Zeit oder Nerven?
Du: Gesprächsnotizen sauber festhalten. Und die Vorbereitung vor jedem Anruf.
Claude: ✓ Ich habe CLAUDE.md und me.md angelegt — links die neuen Dateien, in der Mitte dein Briefing. Dann setzen wir bei den Notizen und der Vorbereitung an. Fangen wir klein an: Gib mir die Notizen aus deinem letzten Kundentermin — daraus mache ich in 30 Sekunden eine saubere Aufgabenliste.
Warum dieser Weg?
Du hast erlebt, wie es läuft, wenn man ein großes System eingeführt bekommt: viel Funktionsumfang, viel Einarbeitung — und am Ende nutzt man zehn Prozent davon. Dieser Weg hier ist bewusst das Gegenteil.
Plattform von der Stange
Für hundert Firmen gebaut, für keine passgenau.
- Erst Einführungsprojekt, dann (vielleicht) Nutzen
- Man richtet sich nach dem Tool — nicht umgekehrt
- Funktionen, die niemand im Büro braucht
- Läuft beim Anbieter; Wechsel = Neuanfang
Dein KI-Arbeitsplatz
Fängt bei null an und wächst nur dahin, wo er dir nützt.
- Nutzen ab Tag eins — erste Aufgabenliste in 30 Sekunden
- Passt sich dir an: dein Ton, deine Abläufe, deine Begriffe
- Nichts drin, was du nicht selbst hineingelegt hast
- Gehört dir: Textdateien auf deinem Rechner, kein Lock-in
→ Schlank statt schwergewichtig: erst beherrschen, dann erweitern. Und was sich bewährt, kann später Schritt für Schritt ins Büro wachsen — in deinem Tempo, nicht im Tempo eines Anbieters.
Die Ampel
Einmal Klartext vorweg: Was du in den Chat tippst, wird in der Cloud verarbeitet — wie bei jedem KI-Assistenten. Deine Dateien bleiben auf deinem Rechner, aber das Gespräch reist. Genau deshalb sortieren wir Inhalte in drei Farben — und deshalb kennt die rote Regel im Starter-Setup keine Ausnahme.
Grün — los
Deine eigenen Notizen, Planung, Entwürfe, Ideen, To-dos. Alles, was sich um deine Arbeit und dein Denken dreht — nicht um Dritte.
Gelb — erst abstimmen
Interne Firmen-Unterlagen und Team-Material. Grundsätzlich in Ordnung — aber einmal kurz im Büro abstimmen, bevor es in dein Setup wandert.
Rot — nie
Personenbezogene Daten und vertrauliche Kunden- oder Vertragsunterlagen (DSGVO). Verträge, Kundendaten von Auftraggebern, alles Personenbezogene: bleibt in euren geregelten Systemen — niemals im persönlichen Werkzeug.
Faustregel: Sobald ein Inhalt eine konkrete Person oder vertrauliche Details eines Kunden oder Vertrags beschreibt, ist er rot. Und wenn du bei etwas unsicher bist, welche Farbe es hat — genau das ist eine gute Frage ans FlowPhase-Team. Nachfragen ist hier der Profi-Move, nicht die Blamage. Und falls du denkst: „Die volle Power gäbe es doch erst mit echten Kundendaten" — stimmt. Genau dafür gibt es den gemeinsamen Ausbau: Vertragsrahmen (AVV), klare Leitplanken und eine Architektur, die zu den Daten passt — so wird aus Rot kontrolliert Grün. Bis dahin gilt: Rot bleibt rot.
Übrigens: Genau deshalb hast du in Schritt 0 das Modelltraining ausgeschaltet — Einstellungen → Privacy.
Der Pfad: Basis → Starter → Mid → Pro → Praxis
Neunzehn Missionen in fünf Stufen — alle für dich freigeschaltet und auf deinen Arbeitsalltag zugeschnitten. Der Pfad läuft in Missionen, nicht in Wochen: Jede Mission gibt dir eine kleine tägliche Übung (10–20 Minuten). Bleib bei einer Mission, bis sich die Übung selbstverständlich anfühlt — mal sind das drei Tage, mal zwei Wochen. Dann öffnest du die nächste. Dein Tempo, kein Kalender, kein Hinterherhinken. Basis klärt, wie das Werkzeug tickt, Starter baut die Gewohnheit mit exakten Rezepten, Mid liefert echte Arbeitsergebnisse, Pro macht daraus dein System — dort brauchst du Prinzipien statt Rezepte. Praxis bringt es in deinen Arbeitsalltag. Und hak die Kästchen wirklich ab: Sich über einen kleinen Erfolg zu freuen ist buchstäblich das, was Gewohnheiten entstehen lässt. Und achte auf das 🧠: Da wird aus einem einmaligen Handgriff ein Dauer-Werkzeug — ein Skill, den du künftig per Stichwort aufrufst.
F1Basis
Lass die KI sich selbst widerlegen
Einmal selbst erleben, wie überzeugend sie danebenliegen kann.
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Lass die KI sich selbst widerlegen
Einmal selbst erleben, wie überzeugend sie danebenliegen kann.
Warum zuerst: Bevor du einem Werkzeug vertraust, musst du wissen, wie es scheitert. Nicht als Warnung in einem Handout — einmal selbst gesehen. Wer das erlebt hat, prüft danach automatisch an den richtigen Stellen.
- Frag etwas, das du selbst beurteilen kannst — dein Fachgebiet, deine Region, dein Markt.
- Prüf jede Antwort gegen das, was du weißt.
- Achte auf den Tonfall: Klingt die falsche Antwort anders als die richtige? (Meist nicht. Genau das ist der Punkt.)
Beantworte mir folgende Frage aus meinem Fachgebiet so präzise wie möglich, inklusive Quellenangabe: [deine Frage] Sag mir danach ehrlich, wie sicher du dir bei jedem Teil der Antwort bist und woran ich das erkennen kann.
✓ Fertig wenn: du mindestens eine Antwort gefunden hast, die überzeugend klang und falsch war.
F2Basis
Deine rote Linie
Einmal festlegen, was reingeht und was nicht — statt es jedes Mal neu unter Zeitdruck zu entscheiden.
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Deine rote Linie
Einmal festlegen, was reingeht und was nicht — statt es jedes Mal neu unter Zeitdruck zu entscheiden.
Warum: Die Frage ist nicht ob du KI nutzt, sondern was du reinkippst. Wenn dir niemand eine Regel gegeben hat, brauchst du deine eigene — sonst entscheidest du das jedes Mal spontan, meist wenn es schnell gehen muss.
- Geh deine letzten Anfragen durch: Was steckte an Daten drin — Namen, Preise, interne Zahlen?
- Lass sortieren (Vorlage unten) und widersprich, wo dein Bauchgefühl anders ist.
- Schreib das Ergebnis als kurze Regel in deinen Ordner. Drei Zeilen reichen.
Ich arbeite als [Rolle] und habe täglich mit diesen Daten zu tun: [Liste] Sortiere sie danach, was ich bedenkenlos in ein KI-Werkzeug geben kann, was nur anonymisiert, und was gar nicht — jeweils mit Begründung. Wo du unsicher bist, sag es mir deutlich.
✓ Fertig wenn: du bei der nächsten Anfrage ohne Nachdenken weißt, was draußen bleibt.
F3Basis
Die Wochen-Landkarte
Wo trägt das Werkzeug bei dir wirklich — und wo lässt du bewusst die Finger davon?
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Die Wochen-Landkarte
Wo trägt das Werkzeug bei dir wirklich — und wo lässt du bewusst die Finger davon?
Warum: Wer nicht weiß, wo KI trägt, probiert sie überall — und ist nach drei Enttäuschungen wieder raus. Diese Übung spart dir die Enttäuschungen und ist gleichzeitig die Brücke in den eigentlichen Pfad: Was hier grün wird, baust du gleich als Erstes.
- Aufgaben sammeln — ruhig banal, gerade das Wiederkehrende zählt.
- Ampeln setzen lassen: 🟢 kann die KI weitgehend · 🟡 hilft zu, du entscheidest · 🔴 Finger weg.
- Bei jedem Roten kurz fragen: warum eigentlich? Manchmal ist die Antwort gut, manchmal nur Gewohnheit.
Hier ist meine typische Arbeitswoche als [Rolle]: [Liste der Aufgaben] Ordne jede Aufgabe einer Ampel zu — grün, gelb, rot — und begründe jede Einordnung. Nenn mir dann die drei Aufgaben, bei denen sich der Einstieg für mich am meisten lohnt.
✓ Fertig wenn: du drei Aufgaben benennen kannst, bei denen du diese Woche anfängst — und mindestens eine rote, die du bewusst lässt.
F4Basis
Was du nutzt — und was du noch klären musst
Überblick über deine eigenen Werkzeuge, und die Fragen, die du stellen solltest.
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Was du nutzt — und was du noch klären musst
Überblick über deine eigenen Werkzeuge, und die Fragen, die du stellen solltest.
Warum: Die meisten nutzen längst mehr KI-Werkzeuge, als ihnen bewusst ist — im Browser, im Handy, in irgendeinem Abo. Wer die eigene Liste kennt, kann bewusst entscheiden. Wer sie nicht kennt, entscheidet trotzdem, nur unbewusst.
- Werkzeuge sammeln: wofür, mit welchen Daten, seit wann.
- Dahinter: wo bist du unsicher, ob das so in Ordnung ist?
- Aus den Unsicherheiten wird deine Fragenliste — für Auftraggeber, Partner oder deinen Steuerberater.
Ich nutze bei der Arbeit folgende KI-Werkzeuge: [Liste], für [Zwecke]. Mach mir daraus zwei Dinge: eine Übersicht für mich selbst, und eine kurze Liste konkreter Fragen, die ich klären sollte — zu Freigaben, Datenschutz und Verantwortung.
✓ Fertig wenn: du eine Übersicht für dich hast und drei Fragen, die du stellen wirst.
0Start
Dein KI-Betriebssystem einrichten (~30 Minuten)
VS Code + die Claude-Erweiterung installieren, einen Ordner anlegen, Claude interviewt dich.
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Dein KI-Betriebssystem einrichten (~30 Minuten)
VS Code + die Claude-Erweiterung installieren, einen Ordner anlegen, Claude interviewt dich.
Alles hier ist Klick für Klick beschrieben. Kaputtmachen kannst du nichts — der schlimmste Fall ist ein Programm, das nicht startet. Und das ist eine Nachricht an uns, keine Krise.
- Claude-Konto — auf claude.ai anlegen und den Pro-Plan wählen (ab ~15 €/Monat im Jahresabo, monatlich etwas mehr — die einzigen laufenden Kosten im ganzen Setup). Tipp: Mit einem bestehenden Google-Konto anmelden geht am schnellsten.
- Ein Datenschutz-Schalter, gleich am Anfang: In Claude unter Settings → Privacy das Modelltraining ausschalten — deine Gespräche werden dann nicht fürs Training genutzt und nur ~30 Tage gespeichert.
- VS Code installieren (kostenlos) — auf code.visualstudio.com laden (Version für dein System — Windows oder Mac), Installer ausführen bzw. App in den Programme-Ordner ziehen, dann starten. Beim ersten Start zeigt VS Code eine kleine Willkommens-Tour: Farbthema aussuchen, Anmeldung („Continue with GitHub / Google / Apple"), Werbung für KI-Zusatzfunktionen. Du kannst alles überspringen oder wegklicken — du brauchst weder Konto noch Extras (ein Farbthema darfst du dir natürlich gönnen). Fertig bist du, wenn das leere Fenster dasteht.
- Deinen Ordner anlegen und in VS Code öffnen — erstelle zuerst im Finder (Mac) bzw. Explorer (Windows) einen leeren Ordner, z. B. unter Dokumente mit dem Namen mein-os. Dann in VS Code oben im Menü: Datei → Ordner öffnen… (auf Englisch „File → Open Folder…") → im Fenster zu deinem mein-os-Ordner navigieren, ihn einmal anklicken (markieren) und auf Öffnen klicken. Links taucht jetzt dein Ordner auf — noch leer, genau richtig. Wichtig: erst der Ordner, dann Claude — dein Mitarbeiter bekommt genau diesen einen Ordner, nicht den ganzen Rechner.
- Die Claude-Erweiterung installieren — links in VS Code das Erweiterungen-Symbol anklicken (die vier Kästchen) oder Cmd/Strg + Shift + X drücken. Oben „Claude Code" suchen und beim offiziellen Eintrag (von Anthropic) auf Installieren klicken. Kein Terminal, kein Befehl — ein Klick.
- Claude öffnen & anmelden — oben rechts erscheint jetzt ein ✨-Symbol (oder unten in der Statusleiste steht „Claude Code"). Klick drauf → das Claude-Panel öffnet sich an der Seite. Beim ersten Mal meldest du dich mit deinem claude.ai-Konto an (ein Browser-Fenster öffnet sich — nur einmal). Das war's — dein Mitarbeiter ist einsatzbereit.
- Dein Cockpit steht schon — genau wie im Bild oben: links dein Ordner, in der Mitte die Datei, rechts das Claude-Panel. Du musst nichts umbauen. Zwei kleine Handgriffe für den Komfort: ① Ist das Panel zu schmal, greif die Trennlinie und zieh es breiter (etwa ein Drittel des Fensters). ② Klick links im Aktenschrank eine Datei an, sobald die erste da ist — sie öffnet sich in der Mitte, während rechts das Gespräch weiterläuft. ✓ Richtig, wenn's aussieht wie das Cockpit oben: links dein Ordner, in der Mitte die Datei, rechts das Gespräch.
- Loslegen — lad das Starter-Kit unten und leg START-HIER.md in deinen Ordner. Dann sag Claude einen Satz: „Lies START-HIER.md und lass uns mein KI-Betriebssystem aufbauen." Es enthält Interview, Spielregeln und Marken-Kit — den ganzen Aufbau in einem.
- Gib Claude den Kontext dieser Seite — kopier die Adresse dieser Seite (oben im Browser) und häng sie an: „…aufbauen. Hier ist mein Lernpfad: [Adresse einfügen] — lies ihn, das ist der ganze Zusammenhang." Dann kennt dein Mitarbeiter von Anfang an die Arbeitsweise, die Ordner und alle Missionen — nicht nur die einzelne Aufgabe. Wichtig: Er bleibt dein Trainingspartner, kein Autopilot — er begleitet dich Schritt für Schritt, statt dir alles abzunehmen. So baust du das Verständnis selbst auf. Und wenn du durch bist, wird er dein voller Arbeitspartner — die Trainingsräder fallen ab. Das bietet er dir von selbst an; und du kannst jederzeit selbst sagen „nimm die Räder ab" — auch mitten im Pfad, wenn du das Gefühl hast, du hast's drauf.
- Marken-Material bereithalten — Logo, Präsentation, eine Broschüre, die dir gefällt. Das Starter-Interview legt daraus ein schnelles Starter-Marken-Kit an — genug, damit Entwürfe von Anfang an grob nach dir aussehen. Das volle Marken-Kit (exakte Farben, Ton, Do's & Don'ts) baust du dann in Mission 4.
🎬 Lieber zuschauen, oder hängst du irgendwo? Dieses Video zeigt die Einrichtung nochmal Schritt für Schritt (englisch):
▶ Video: Claude Code einrichten — für Einsteiger · auf YouTube (engl.)🔧 Für Fortgeschrittene: Claude Code direkt im Terminal (CLI) ▾ aufklappenNur der Vollständigkeit halber — brauchst du jetzt noch nicht. Machen wir bei Bedarf später zusammen.
# Mac / Linux (Terminal): curl -fsSL https://claude.ai/install.sh | bash # Windows (PowerShell): irm https://claude.ai/install.ps1 | iex
echo 'export PATH="$HOME/.local/bin:$PATH"' >> ~/.zshrc && export PATH="$HOME/.local/bin:$PATH" && claude✓ Fertig wenn: Claude deine Ordnerstruktur gebaut und dich mit Namen begrüßt hat.
🎨 Dein Marken-Kit bauen
Farben, Schriften, Ton an einem Ort — 15 Minuten, und jeder Entwurf kommt in deinem Look.
Zur Mission →📊 Angebot & Konzept aus Briefing
Kunden-Briefing rein → strukturiertes Media-/Kreativ-Angebot als Entwurf raus. Die leere Seite ist nicht mehr dein Job.
Zur Mission →📄 Vorlagen-Bibliothek aufbauen
Angebot, Gesprächsprotokoll, Nachfass-Mail — was du zweimal machst, startet ab jetzt bei 80 %, in deiner Struktur.
Zur Mission →🛠️ Ein Werkzeug aus Worten
Beschreib eine Checkliste aus deinem Alltag — und öffne eine echte kleine Webseite, die es vorher nicht gab.
Zur Mission →
1Mission
Besprechungsnotizen → Aufgabenliste
Dein täglich Brot — nach jedem Termin, bis es sitzt.
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Besprechungsnotizen → Aufgabenliste
Dein täglich Brot — nach jedem Termin, bis es sitzt.
Warum zuerst: Es dauert 30 Sekunden und zahlt sich sofort aus. Nach Telefonaten und Kundenterminen geht erfahrungsgemäß am meisten unter — genau da setzt der erste Handgriff an.
- Nach einem Termin einfach ablegen, was da ist: rohe Notizen oder eine Transkript-Datei (aus Teams, einer Diktier-App o. ä.) in notizen/ — oder direkt in den Chat einfügen. Stichworte, Halbsätze, Chaos: alles gut. Je wüster die Vorlage, desto eindrucksvoller das Ergebnis.
- Den Mitarbeiter die Aufgaben herausziehen lassen (Vorlage unten)
- Das Ergebnis kritisch lesen — du bleibst der Redakteur. Wenn etwas nicht stimmt, sag es ihm; aus der Korrektur lernt er.
Mach mir aus meinen Termin-Notizen eine saubere Aufgabenliste. (Entweder unten eingefügt — oder sag: „lies die Transkript-Datei in notizen/") - eine Zeile pro Aufgabe, mit Zuständigem und Frist (falls genannt) - ein eigener Abschnitt „Warten auf andere" - oben kurz „Getroffene Entscheidungen" - Projektbezug dazuschreiben, wenn erkennbar Speichere das Ergebnis in aufgaben/. [hier die Notizen einfügen — oder die Datei nennen]
✓ Fertig wenn: du Notizen aus 3 echten Terminen in Aufgabenlisten verwandelt hast.
2Mission
Der Wochenplan am Montagmorgen
Alles aus dem Kopf auf den Tisch — und eine geordnete Woche zurückbekommen.
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Der Wochenplan am Montagmorgen
Alles aus dem Kopf auf den Tisch — und eine geordnete Woche zurückbekommen.
Warum: Bis jetzt war der KI-Arbeitsplatz ein Werkzeug. Diese Mission macht ihn zum Ritual — und Rituale sind das, was bleibt. Fünf Minuten am Montag, und die Woche hat eine Form statt einer Warteschlange. Bei mehreren parallelen Projekten ist genau das Gold wert.
- Montagmorgen, Kaffee in der Hand: alles abladen, was ansteht — Aufgaben, Sorgen, lose Enden, das Ding von Freitag. Unsortiert ist ausdrücklich erwünscht.
- Einen strukturierten Wochenplan erstellen lassen (Vorlage unten)
- Als notizen/wochenplan.md speichern. Nächsten Montag fragst du: „Vergleich mit letzter Woche — was ist liegengeblieben, was nehmen wir mit?" Dieser Vergleich ist der Moment, in dem es sich zum ersten Mal nach Magie anfühlt.
Es ist Montag. Hier ist alles, was mir für diese Woche im Kopf herumgeht, unsortiert. Mach daraus einen Wochenplan: - Top-3-Prioritäten (leg dich fest — ich korrigiere dich, wenn nötig) - ein Vorschlag pro Tag, rund um die festen Termine, die ich dir hier nenne - ein Abschnitt „Nicht diese Woche" — festgehalten, aber aus dem Kopf Speichere ihn als notizen/wochenplan.md. [Gedanken hier abladen]
✓ Fertig wenn: du zwei Wochen so gestartet hast.
3Mission
E-Mails und Texte entwerfen
Stichpunkte rein, fertiger Entwurf raus — in deinem Ton.
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E-Mails und Texte entwerfen
Stichpunkte rein, fertiger Entwurf raus — in deinem Ton.
Warum: Ein sauberes Schreiben aufzusetzen ist langsam. Zu wissen, was drinstehen soll, ist schnell. Trenn die beiden Jobs: Du lieferst die Absicht, der Mitarbeiter liefert den ersten Entwurf — und der erste Entwurf ist immer der teure Teil. Gerade bei heiklen Schreiben an Kunden oder Partner — und genauso für einen LinkedIn-Post, wenn du selbst sichtbarer werden willst.
- Stichpunkte geben: Was soll das Schreiben sagen, an wen geht es, was soll danach passieren?
- Einen Entwurf in deinem Ton anfordern — das Briefing kennt ihn. Wenn der Ton nicht sitzt: einmal korrigieren („verbindlicher", „direkter") und Claude bitten, sich das zu merken.
- Redigieren, dann wie gewohnt selbst versenden. Die KI versendet nie etwas — das ist Hausregel.
Entwirf mir eine E-Mail, in meinem üblichen Ton (siehe me.md). An: [wer + in welchem Verhältnis stehen wir] Ziel: [was soll nach dem Lesen passieren] Inhaltspunkte: - [Punkt 1] - [Punkt 2] Kurz und verbindlich — ich redigiere vor dem Versand. Gib mir zwei Varianten für die Betreffzeile.
✓ Fertig wenn: 3 Schreiben rausgegangen sind, die als Entwurf vom Mitarbeiter gestartet sind.
4Mission
Dein Marken-Kit — alles kommt in deinem Look
Farben, Schriften, Ton an einem Ort — ab jetzt sieht jeder Entwurf nach dir aus.
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Dein Marken-Kit — alles kommt in deinem Look
Farben, Schriften, Ton an einem Ort — ab jetzt sieht jeder Entwurf nach dir aus.
Warum: Beim Einrichten (Mission 0) hat der Mitarbeiter schon ein schnelles Starter-Marken-Kit angelegt — genug, damit Entwürfe grob nach dir aussehen. Jetzt machst du daraus ein richtiges: exakte Farben, Schriften, dein Tonfall, Do's & Don'ts. Das ist kein Nice-to-have — es ist der Unterschied zwischen „von der KI" und „von dir". Einmal gebaut, wirkt es für immer in jedem Angebot, Konzept und Dokument.
- Leg dein Material in marke/: Logo(s), eine Präsentation oder Broschüre, die euren Look trifft, ein, zwei Referenz-Texte in eurer Stimme.
- Lass den Mitarbeiter das Starter-Kit aus Mission 0 zu einem vollen marke/marken-kit.md ausbauen (Vorlage unten).
- Prüf es kritisch und korrigier: „der Ton ist zu förmlich", „das ist nicht unser Blau". Aus jeder Korrektur lernt es.
Ich habe Logo und Material, das unseren Look trifft, in marke/ gelegt. Bau das Starter-Kit zu einem vollen marke/marken-kit.md aus: - Farben mit Hex-Codes (Primär, Sekundär, Akzente) - Schriften und wofür welche - Tonfall in 5 Wörtern + je 2 Beispiele „so ja / so nein" - ein paar Do's & Don'ts fürs Gestalten und Texten - welche Logo-Variante wann Unsicheres mit [?] markieren statt raten. Zeig mir dann, was du hast — ich korrigiere.
✓ Fertig wenn: dein Marken-Kit steht und ein erster Entwurf sichtbar nach dir aussieht.
5Mission
Aus rohen Notizen ein sauberes Dokument
Verstreute Gesprächs- oder Recherche-Notizen in ein vorzeigbares Dokument verwandeln.
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Aus rohen Notizen ein sauberes Dokument
Verstreute Gesprächs- oder Recherche-Notizen in ein vorzeigbares Dokument verwandeln.
Warum: Das ist der erste Auftrag, bei dem der Mitarbeiter mehrere deiner Dateien auf einmal liest und daraus etwas Größeres baut — ein Konzept, ein Gesprächsprotokoll, ein Angebots-Gerüst. Genau hier spürst du den Unterschied zum Browser-Chat: Er hat deinen Kontext, weil dein Kontext im Ordner liegt.
- Nimm etwas Echtes, das ohnehin ansteht: ein Konzept, ein Gesprächsprotokoll, ein Angebots-Gerüst aus einem Briefing.
- Zeig dem Mitarbeiter dein Material: „lies alles in notizen/ zu [Projekt / Kunde]"
- Lass eine strukturierte erste Version bauen — dann forme sie im Dialog: „Abschnitt 2 zu lang", „Reichweite/Kontakte pro Stelle ergänzen", „Schluss selbstbewusster".
Lies meine Notizen in notizen/ zu [Projekt / Kunde]. Mach eine erste Version eines [Konzepts / Gesprächsprotokolls / Angebots-Gerüsts]: - klare Kapitel-Überschriften - alles, wo du unsicher bist, mit [?] markieren statt raten - stell mir zuerst deine 3 nützlichsten Fragen Speichere es als neue Datei in notizen/.
✓ Fertig wenn: ein echtes Dokument rausgegangen ist, das in deinem KI-OS begonnen hat.
6Mission
Den Mitarbeiter schlauer machen
Dein Briefing mit deinem Fachwissen füttern — Angebot, Ton, deine Abläufe.
›
Den Mitarbeiter schlauer machen
Dein Briefing mit deinem Fachwissen füttern — Angebot, Ton, deine Abläufe.
Warum: Inzwischen ist dir was aufgefallen — Antworten zu lang, falsche Annahmen, Kontext, den er immer wieder verpasst. Die meisten murren und erklären neu. Du reparierst es an der Quelle. Das ist der eigentliche „Betriebssystem"-Skill: Das System wird besser, weil du es pflegst. Und das Größere dahinter: Das ganze Setup, das wir dir mitgeben, ist eine erprobte Vorlage — kein Korsett. Es gehört dir. Manche behalten diesen Ordner als ihr dauerhaftes Arbeits-System; andere nutzen ihn als Übungsplatz und setzen später ein sauberes, frisches Arbeits-Setup auf, in das sie die guten Teile (Briefing, Marken-Kit, Vorlagen) einfach mitnehmen. Beides geht — es ist nur Text, und es gehört dir.
- Sammle 3 Momente, in denen der Mitarbeiter danebenlag oder du etwas neu erklären musstest.
- Sag ihm, was er sich merken soll — er aktualisiert seine Briefing-Dateien selbst und zeigt dir die Änderung.
- Teste es: Frag etwas, das er früher falsch hatte. Spür den Unterschied.
Lass uns dein Briefing verbessern. Drei Dinge, die du über mein Geschäft und mich wissen musst und immer wieder falsch machst oder neu fragst: 1. [z.B. „mit ‚Liste' meine ich meine Anrufliste, nicht den Verteiler"] 2. [z.B. „in Notizen immer festhalten, wer entschieden hat und bis wann"] 3. [z.B. „mein Ton: knapp, direkt, ohne Verkäufer-Sprech"] Aktualisiere me.md / CLAUDE.md selbst und zeig mir genau, was du geändert hast.
✓ Fertig wenn: dein Briefing gewachsen ist und du den Unterschied in den Antworten spürst.
7Mission
Der Mitarbeiter recherchiert für dich
Vor Anrufen und Terminen: Firma, Wettbewerb, Ansprechpartner — als Dossier, nicht als zwölf offene Tabs.
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Der Mitarbeiter recherchiert für dich
Vor Anrufen und Terminen: Firma, Wettbewerb, Ansprechpartner — als Dossier, nicht als zwölf offene Tabs.
Warum: Vor jedem wichtigen Gespräch googelst du dich durch Firma, Wettbewerb und Umfeld — Zeit, die dann woanders fehlt. Dein Mitarbeiter kann das übernehmen: recherchieren, sortieren, ein sauberes Dossier ablegen. Und weil er deinen Kontext kennt, weiß er, worauf es dir dabei ankommt.
- Nimm etwas Anstehendes: ein Betrieb vor dem Anruf, ein Wettbewerber, ein neuer Markt.
- Lass den Mitarbeiter recherchieren (Vorlage unten) — er sucht im Web oder verarbeitet Quellen, die du ihm gibst.
- Ergebnis als Dossier in notizen/ (oder den Projekt-Ordner) — mit Quellen, und Unsicheres mit [?] statt geraten.
Recherchiere für mich [Firma / Wettbewerber / Markt]: - Positionierung, Zielgruppe, aktueller Auftritt - letzte Aktivitäten / Neuigkeiten (mit Datum) - relevante Wettbewerber - was für ein Erstgespräch wichtig sein könnte Nur öffentliche Infos. Quellen dazuschreiben, Unsicheres mit [?] markieren statt raten. Leg das Ergebnis als Dossier in notizen/ ab. [Marke/Thema hier — oder Quellen/Links einfügen]
✓ Fertig wenn: du ein echtes Dossier zu einer Firma in der Hand hast, das dir Zeit gespart hat.
8Mission
Jedem Kunden sein eigener Ordner
Ein Ordner pro Kunde oder Vorhaben, mit eigenem Briefing — der Mitarbeiter denkt ab jetzt projektweise.
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Jedem Kunden sein eigener Ordner
Ein Ordner pro Kunde oder Vorhaben, mit eigenem Briefing — der Mitarbeiter denkt ab jetzt projektweise.
Warum: Bis jetzt liegt alles in notizen/. Das trägt — bis du drei Kunden parallel betreust und der Mitarbeiter raten muss, welchen du meinst. Ein Projekt-Ordner mit eigenem briefing.md (Ziel, Ansprechpartner, Stand, Entscheidungen) macht aus „die KI kennt mich" ein „die KI kennt meine Kunden".
- Nimm deine zwei aktivsten Kunden oder Vorhaben.
- Lass den Mitarbeiter je einen Ordner einrichten — er interviewt dich pro Projekt (Vorlage unten).
- Ab jetzt: Notizen und Ergebnisse eines Kunden kommen in seinen Ordner, und Fragen bekommen projekt-bewusste Antworten.
Richte in projekte/ einen eigenen Ordner für [Name] ein. Interview mich kurz: Ziel, Ansprechpartner, aktueller Stand, nächste Schritte — und was du bei diesem Kunden immer im Hinterkopf haben musst. Leg dann projekte/[Name]/briefing.md als Briefing an und ein log.md für ein kurzes laufendes Tagebuch. Wenn ich [Name] nenne, lies zuerst diese Briefing-Datei.
✓ Fertig wenn: zwei Kunden einen eigenen Ordner haben und du eine Frage gestellt hast, die ein Projekt-Briefing genutzt hat.
9Mission
Deine Vorlagen-Bibliothek aufbauen
Alles, was du zweimal machst, wird zur Vorlage — Angebot, Gesprächsprotokoll, Nachfass-Mail, Status-Update.
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Deine Vorlagen-Bibliothek aufbauen
Alles, was du zweimal machst, wird zur Vorlage — Angebot, Gesprächsprotokoll, Nachfass-Mail, Status-Update.
Warum: Inzwischen hast du Gutes produziert — Angebote, Steckbriefe, Konzepte, Mails. Der Pro-Move ist, nicht mehr bei null zu starten. Eine Vorlagen-Bibliothek heißt: Jedes wiederkehrende Stück startet bei 80 %, in deiner Struktur und deinem Ton.
- Nimm ein Stück, auf das du stolz bist — ein Angebot, ein Gesprächsprotokoll, eine Kunden-Mail.
- Lass den Mitarbeiter das wiederverwendbare Gerüst herausziehen (Vorlage unten).
- Leg es in vorlagen/ ab. Nächstes Mal: „mach das wie vorlagen/[name]" — und jedes künftige Stück startet vorstrukturiert.
Nimm [dieses Angebot / dieses Gesprächsprotokoll] und zieh das wiederverwendbare Gerüst heraus: - feste Teile (Struktur, Standardformulierungen) behalten - variable Teile als [Platzhalter] markieren - kurze Hinweise, was in jeden Abschnitt gehört Speichere es als vorlagen/[name].md.
✓ Fertig wenn: du zwei Vorlagen hast und einmal „mach das wie vorlagen/…" genutzt hast.
10Mission
Der Wow-Moment: ein kleines Werkzeug bauen
Der Mitarbeiter baut dir eine echte kleine Webseite — kein Programmieren, nur Beschreiben.
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Der Wow-Moment: ein kleines Werkzeug bauen
Der Mitarbeiter baut dir eine echte kleine Webseite — kein Programmieren, nur Beschreiben.
Warum: Ein Geheimnis — dein Mitarbeiter schreibt nicht nur Text, er kann Dinge bauen. Eine Gesprächs-Checkliste für dich selbst. Ein teilbarer One-Pager für Kunden. Du beschreibst es, er baut es als kleine Webseite, du öffnest sie im Browser. Das ist der Moment, in dem du merkst: Die Decke ist viel höher als „Schreib-Hilfe".
- Nimm etwas, das dein Team oder deine Kunden wirklich nutzen würden: eine Gesprächs-Checkliste, eine Kunden-Übersicht, ein Onboarding-Blatt.
- Beschreib Inhalt und Look — der Mitarbeiter baut es als HTML-Datei direkt in deinen Ordner.
- Doppelklick auf die Datei: Sie öffnet im Browser. Dann im Dialog verfeinern — „größere Überschrift", „meine Farben", „freundlicherer Einstieg".
- Als PDF teilen (Drucken → als PDF sichern) — und für eine echte kundentaugliche Online-Version Jan dazuholen: die richtig ins Netz zu stellen ist von hier ein kleiner Schritt.
Bau eine interaktive Checkliste als eine HTML-Datei (checkliste.html) in meinem Ordner. Thema: [z.B. „Vorbereitung: ist dieser Betrieb ein guter Kandidat?"] Punkte: [z.B. Größe, Entscheider erreichbar, Bedarf erkennbar, Budget realistisch — oder verweis auf eine Datei in notizen/] Anforderungen: - schlankes, freundliches Design, das auch auf dem Handy funktioniert - Häkchen, die gemerkt werden, wenn man die Seite neu öffnet - Design & Ton: meine Farben aus marke/marken-kit.md Ich öffne sie im Browser und wir verfeinern gemeinsam.
✓ Fertig wenn: du eine Webseite im Browser geöffnet hast, die es eine Stunde vorher nicht gab.
11Mission
Deinen eigenen Anwendungsfall entwerfen
Du kennst dein Geschäft am besten — jetzt erkennst du die Gelegenheit selbst.
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Deinen eigenen Anwendungsfall entwerfen
Du kennst dein Geschäft am besten — jetzt erkennst du die Gelegenheit selbst.
Warum: Bis hier hast du Rezepte befolgt. Jetzt der Sprung: Du siehst selbst, wo in deinem Alltag der nächste Hebel steckt. Erfahrungsgemäß landet man dabei bei dem, was sich am häufigsten wiederholt — Vorbereitung und Nachbereitung. Aber du entscheidest, was für dich am meisten wehtut.
- Sammle 3 wiederkehrende Zeitfresser aus deinem Alltag.
- Lass den Mitarbeiter helfen, den lohnendsten zu schärfen: Wie oft? Wie viel Aufwand heute? Wo muss der Mensch drinbleiben?
- Halt das Ergebnis in anwendungsfall.md fest — das ist dein Workshop-Input.
Hier sind 3 wiederkehrende Aufgaben in meinem Alltag: 1. [z.B. „Betriebe vor dem Anruf recherchieren"] 2. [z.B. „Gesprächsnotizen in Übergaben verwandeln"] 3. [z.B. „Nachfass-Mails schreiben"] Hilf mir einzuschätzen, welche sich am meisten lohnt zu automatisieren: Aufwand heute, wie oft pro Woche/Monat, wo ich als Mensch drinbleiben muss. Schreib mir eine kurze anwendungsfall.md mit deiner Empfehlung.
✓ Fertig wenn: du eine anwendungsfall.md mit deinem lohnendsten Hebel hast.
12Mission
Weitergeben — und die nächste Runde planen
Einen Handgriff weitergeben — und die großen Hebel für dich sortieren.
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Weitergeben — und die nächste Runde planen
Einen Handgriff weitergeben — und die großen Hebel für dich sortieren.
Warum: Der beste Weg, etwas zu festigen, ist es weiterzugeben — einmal jemandem im Team einen Handgriff zeigen, und er sitzt bei dir doppelt. Und der Sprung von „ich mache mich schneller" zu „das läuft jetzt von allein" beginnt genau hier: aus deinen Vorlagen und deinem Anwendungsfall werden gebaute Lösungen.
- Zeig einem Kollegen einen deiner Handgriffe (Notizen → Aufgabenliste, oder deine Checkliste).
- Sammle deine anwendungsfall.md und die offenen Fragen, die unterwegs aufkamen.
- Plan den Workshop mit Jan — die großen Hebel: Vorbereitung und Nachbereitung automatisieren.
✓ Fertig wenn: du einen Handgriff weitergegeben und den Workshop mit Jan terminiert hast.
13Mission
Die KI spielt deinen schwierigsten Gesprächspartner
Einwände üben, bevor sie dich im echten Gespräch treffen — beliebig oft, ohne Zuschauer.
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Die KI spielt deinen schwierigsten Gesprächspartner
Einwände üben, bevor sie dich im echten Gespräch treffen — beliebig oft, ohne Zuschauer.
Warum: Einwände liest man nicht weg, man übt sie. Der Unterschied zwischen „ich weiß, was ich sagen müsste" und „es kommt von selbst" sind ungefähr zwanzig Wiederholungen — und die willst du nicht an echten Kunden machen. Dein Mitarbeiter spielt dir jeden Typ, so oft du willst, und wird nie ungeduldig.
- Gib ihm die Rolle: Wen soll er spielen? Je konkreter, desto nützlicher — Alter, Laune, Situation, wie viel Zeit er hat.
- Führ das Gespräch wirklich. Tippen reicht, laut sprechen ist besser.
- Lass ihn danach hart auswerten: Wo bist du ins Rechtfertigen gerutscht? Wo hast du zu viel geredet? Wo hättest du aussteigen sollen?
- Gleich nochmal — mit demselben Einwand, bis die Antwort sitzt.
Spiel bitte einen Rollenspiel-Partner für mich. Du bist: [z.B. Inhaber eines Handwerksbetriebs, 55, 12 Mitarbeiter, mitten im Tagesgeschäft, wenig Geduld, schon dreimal diese Woche von Verkäufern angerufen worden]. Ich rufe dich an und will [Ziel des Gesprächs]. Bleib in der Rolle. Sei realistisch abweisend — nicht unhöflich, aber auch nicht künstlich freundlich. Wenn ich etwas Gutes sage, darfst du auftauen. Wenn ich schwafle, werd ungeduldig. Nach dem Gespräch fällst du aus der Rolle und sagst mir ehrlich: - an welcher Stelle hättest du aufgelegt - wo habe ich zu viel geredet - was war der stärkste Satz von mir - was würdest du an meiner Stelle anders machen Sei streng. Höflichkeit hilft mir hier nicht.
✓ Fertig wenn: du einen Einwand, der dich bisher kalt erwischt hat, dreimal geübt hast — und die Antwort ohne Nachdenken kommt.
14Mission
Der Wochenrückblick
Deine eigenen Notizen auswerten lassen — und sehen, was du im Einzelgespräch nie bemerkst.
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Der Wochenrückblick
Deine eigenen Notizen auswerten lassen — und sehen, was du im Einzelgespräch nie bemerkst.
Warum: Im einzelnen Gespräch siehst du nur das Gespräch. Über zwanzig Gespräche hinweg zeigen sich Muster — derselbe Einwand immer an derselben Stelle, eine Zielgruppe, die nie anbeißt, ein Satz von dir, der zuverlässig das Gespräch killt. Das ist die Mission, in der dein Ordner anfängt, dir etwas zu sagen, statt nur Dinge aufzubewahren.
- Voraussetzung: Du hast eine Woche lang Notizen gemacht (Mission 1 und 5). Ohne Material kein Muster.
- Lass alle Notizen der Woche zusammen lesen — nicht einzeln, das ist der ganze Punkt.
- Frag nach Mustern, nicht nach Zusammenfassung. Der Unterschied ist entscheidend.
- Nimm dir eine Sache für nächste Woche vor. Nicht fünf.
Lies alle meine Notizen aus notizen/ von dieser Woche. Ich will keine Zusammenfassung, sondern Muster: - Welcher Einwand kam am häufigsten? Wie oft genau? - Gibt es eine Sorte Gesprächspartner, bei der es regelmäßig scheitert — und eine, bei der es regelmäßig funktioniert? - Wo im Gesprächsverlauf bricht es typischerweise ab? - Was habe ich mehrfach zugesagt und noch nicht erledigt? Sag mir am Ende die EINE Sache, die ich nächste Woche anders machen sollte. Nur eine, die wichtigste. Wenn die Datenlage für eine Aussage zu dünn ist, sag das — erfinde kein Muster, wo nur zwei Fälle sind.
✓ Fertig wenn: du einen Rückblick gemacht hast und eine konkrete Sache benennen kannst, die du nächste Woche anders machst.
Nächste Ausbaustufen: vom Cockpit zur Automation
Der Pfad oben macht dich schneller. Der Horizont dahinter: Dinge laufen von selbst — immer mit dir als Dirigent. Drei Stufen, ehrlich beschriftet:
Dein KI-Cockpit
Du arbeitest mit einem Mitarbeiter, der deinen Kontext kennt. Notizen werden Aufgaben, Entwürfe entstehen in deinem Ton, Dokumente starten bei 80 Prozent. Alles passiert, weil du es angestoßen hast.
Dein Ordner spricht mit deinen Tools
Mail, Kalender, Ablage: Der Mitarbeiter liest und bereitet über Systemgrenzen hinweg vor. Die Projekträume und Werkzeug-Missionen der Pro-Stufe sind der erste Vorgeschmack darauf.
Routinen laufen von allein
Mit einer Workflow-Werkbank wie n8n laufen wiederkehrende Abläufe nach Plan: Berichts-Entwürfe entstehen automatisch, Termin-Nachbereitungen liegen vorbereitet da, Wochenübersichten bauen sich über Nacht — und jedes Ergebnis landet als Entwurf zur Prüfung, nie als Auto-Versand.
So sieht „verbundene Werkzeuge" konkret aus
- Mail: Der Mitarbeiter liest den ganzen Verlauf und entwirft die Antwort in deinem Ton — versendet wird weiter von dir
- Kalender: Vor jedem Kunden-Termin ein Briefing — wer, was ist offen, was ist das Ziel
- Ablage: Projektordner und Büro-Ablage sprechen miteinander — „fass mir den Stand zu Projekt X zusammen" über alle Quellen
- Dokumente: Marken-Kit + Vorlagen-Bibliothek greifen überall — jedes Schreiben startet im Look deiner Marke
So sieht „Routinen laufen von allein" aus
- Vorbereitungs-Strecke: Firmenname rein → Website, Bewertungen und Ansprechpartner → fertiges Kurz-Dossier vor dem Gespräch, statt manuell über zwölf Tabs
- Nachbereitungs-Strecke: Gesprächsnotiz rein → Protokoll, Aufgaben und Nachfass-Entwurf — aus deiner Baustein-Bibliothek, du prüfst und schickst
- Angebots-Entwurf: Kunden-Briefing rein → fertiges Angebot als Entwurf — im Look deiner Marke, bereit zur Feinung
- Posteingangs-Triage: Anfragen über Nacht vorsortiert — jede mit Antwortvorschlag als Entwurf
Wie schließt man ein Tool an? (das Ding namens „MCP") ›
Wie baut man einen Agenten? ›
Wie baut man einen Workflow? ›
Wie hängt das alles zusammen? ›
Wer baut Stufe 2 und 3 — und was kostet das? ›
→ Stufe 2 und 3 sind genau das, was wir als FlowPhase mit Teams bauen — erste Prototypen aus echten Kundenläufen gibt es schon. Der Weg ist immer derselbe: erst sauber aufschreiben, was genau passieren soll, dann baut man die Automation — mit klar kalkuliertem Aufwand, vorab auf dem Tisch. Frag uns, wenn du soweit bist.
Fragen, die du dir vermutlich stellst
Muss ich programmieren können? ›
Wo landen meine Dateien und Gespräche eigentlich? ›
Was ist, wenn ich etwas kaputt mache? ›
Warum nicht einfach ChatGPT im Browser? ›
Ist das nicht wieder so ein System, das am Ende keiner nutzt? ›
Was kostet das alles? ›
Wie viel Zeit kostet mich das wirklich? ›
Spickzettel
Sätze, die gut funktionieren
- „Stell mir erst Fragen" — vor größeren Aufgaben; der Mitarbeiter interviewt dich, statt zu raten
- „Leg dich fest, ich korrigiere dich" — bringt einen echten Vorschlag statt einer Options-Liste
- „Unsicheres mit [?] markieren, statt zu raten" — macht aus unsichtbaren Vermutungen sichtbare Fragen
- „Kürzer." — völlig legitim. Es ist ein Mitarbeiter, kein Professor
- „Speichere das als Datei in notizen/" — alles Aufhebenswerte wandert in den Ordner
- „…und merk dir das bitte" — er aktualisiert sein Briefing; derselbe Fehler passiert nie zweimal
Mini-Glossar
- Repository (Repo) — der Fachbegriff für deinen einen Ordner mit allen KI-OS-Dateien. Klingt technisch, ist aber nur ein Ordner: gehört dir, ist portabel
- Claude-Panel — das Seitenfenster in VS Code, in dem dein Mitarbeiter (Claude) wohnt. Schreiben, Enter, fertig
- Markdown (.md) — eine einfache Textdatei mit schlichter Formatierung. Öffnet überall, übersteht jeden Tool-Wechsel
- Prompt — das schicke Wort für „was du der KI sagst"
- CLAUDE.md — das Briefing, das der Mitarbeiter zu Beginn jeder Sitzung liest
- me.md — wer du bist und wie du arbeitest; schreibt Claude im Starter-Interview selbst
- Session — ein Gespräch. Neue Session = frischer Start, aber Dateien und Briefing bleiben
Wenn sich etwas komisch anfühlt
- Antwort zu allgemein? Mehr Kontext geben — oder besser: den Kontext einmal ins Briefing schreiben
- Etwas erfunden? Sag es ihm! „Das stimmt nicht, bitte prüfen" funktioniert. Vertrauen ja — aber du bist der Redakteur
- Gespräch verheddert? Session schließen, neu anfangen — nichts geht kaputt, deine Dateien sind sicher
- Wirkt hängengeblieben? Einmal Escape drücken und die Frage konkreter stellen
- Echtes Problem? Screenshot + Nachricht ans FlowPhase-Team. Genau dafür sind wir da
Das Wichtigste in Kürze
- Kosten — VS Code 0 € · Claude Pro ab ~15 €/Monat. Das ist die ganze Rechnung
- Datenschutz — Ampel, immer; Rot heißt Rot (DSGVO, Kunden- & Vertragsvertraulichkeit)
- Du bist der Redakteur — nichts verlässt das Haus ohne deinen Blick; die KI versendet grundsätzlich nichts
- Deine Dateien, dein System — Textdateien auf deinem Rechner; kein Lock-in, nie
- Schlank bleibt schlank — erweitert wird nur, was sich im Alltag bewährt hat
Dein Feedback in drei Minuten
Ehrlich und kurz. Es geht direkt an Jan und hilft, den Lernpfad besser zu machen.